Pancakes - (c) pixabay #2020863Crêpes sind auch hierzulande eine begehrte Spezialität. Die leckeren, dünnen Eierkuchen erlauben es dem Koch, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Crêpes kann der Koch salzig, süß und mit den unterschiedlichsten Füllungen servieren. Die Spezialität aus Frankreich eignet sich als Vorspeise, als Hauptgericht und als leckere Nachspeise. Ein Gastgeber kann sich bezüglich der Crêpevariationen gänzlich nach dem Geschmack seiner Gäste richten und diese mit einzigartigen Kreationen überraschen.

Alle diese Punkte machen die Crêpes zu einem begehrten Gericht für alle erdenklichen Anlässe. Dennoch wissen heutzutage nur wenige Gourmets, woher die Crêpes eigentlich stammen. Tatsächlich sind Crêpes die Weiterentwicklung von einem Resteessen aus der Bretagne – von den Galette.

Galettes wurden aus Buchweizen zubereitet

pancake - (c) pixabay #2764589In der französischen Bretagne wurden in früheren Zeiten spezielle Buchweizenfladen zubereitet, die als herzhafte Speise serviert wurden. Belegt wurden die knusprig ausgebackenen Buchweizenfladen mit allem, was die Küche hergab. In erster Linie dienten die Galette der Resteverwertung von übrig gebliebenen Speisen. Die Hausfrauen belegten die frisch gebackenen Galette einfach mit den Resten von Mittagstisch oder vom gestrigen Abendmahl. Aus genau jenen Galette entwickelten sich mit der Zeit die heute allseits beliebten Crêpes. Gebacken wurden die Galette auf einem heißen flachen Stein, der den Vorläufer der heutigen Crêpes-Maker darstellt. Dieser Stein wurde "jalet" bezeichnet und war somit verantwortlich für die Namensgebung der Galette.

Zahlreiche Bräuche rund um die Galette

Die Galette gehörten in der Bretagne fest zur traditionellen Küche. Tatsächlich waren die Galette sogar Bestandteil einiger alltäglicher Bräuche. Beispielsweise war es Brauch, dass frisch vermählte Bräute an ihrem Hochzeitstag Galett zubereiteten. Mithilfe der leckeren Galette stellten die Bräute ihr Können in der Küche und im Haushalt unter Beweis. Die bretonischen Frauen griffen noch auf einen weiteren Brauch zurück: Der erste frisch gebackene Galette in einem neuen Heim wurde nicht verzehrt, sondern von der Hausfrau auf einen Schrank geworfen. Dieser Brauch sollte Schutz und Glück für die Kinder der Familie bringen. Ferner zollten die Hausfrauen mit diesem "Opfer" den früheren Bewohnern des neuen Heims ihren Respekt.

Wie wurden aus den Galette die heutigen Crêpes?

Erdbeeren - (c) pixabay #395590Mit der Zeit veränderte sich der Getreideanbau in der Bretagne und statt Buchweizen wuchs immer mehr Weizen auf den Feldern. Die Hausfrauen bereiteten die einstigen Galette daher immer häufiger aus Weizenmehl zu. Dies war die Geburtsstunde der Crêpes, wie wir sie heute kennen und schätzen. Die Verwendung von Weizenmehl verwandelte die recht rauen Galette in die lockeren und leichten Crêpes. Bis heute schätzen Hausfrauen und Profiköche diese Spezialität mit der alten Geschichte. Crêpes sind einfach zuzubereiten und erweisen sich immer und zu jeder Gelegenheit als echter Erfolg. Es dauerte nicht sonderlich lange, bis die Crêpes sich über die Bretagne hinaus verbreiteten. Heute sind die leckeren Eierkuchen weltbekannt. Das Tolle dabei ist, dass jedermann mit einem einfachen Crêpes-Maker Crêpes wie auf dem Jahrmarkt zaubern kann. Crêpes sind und bleiben ein echter Gaumenschmaus für Jung und Alt. Dank der erfindungsreiche Hausfrauen aus der Bretagne können wir heute überall auf der Welt unterschiedliche Crêpes mit allen erdenklichen Füllungen genießen. Was früher ein Resteessen war, ist heute in vielen Ländern eine echte Spezialität für wahre Gourmets.