Zigarren sind im Trend – nicht nur bei Gourmets

Für viele bedeutet das exklusivste aller Tabakprodukte Genuss, Entspannung und Luxus.

Zigarren verbindet man mit Mystik und langer Geschichte. Für viele Menschen bedeutet das exklusivste aller Tabakprodukte Genuss, Entspannung und Luxus. Während in den 1960er-Jarhren ein wahrer Zigarrenboom mit günstiger maschinengefertigter Ware einsetzte, löste ab den 1990er-Jahren die Premium Zigarre diesen Trend ab. Fortan galt: Wer es sich leisten kann, der genießt handgefertigte Longfiller Zigarren. Das versteht der Gourmet nämlich unter dem Begriff „Premium Zigarren". Der Connaisseur mit hohen Ansprüchen raucht heute Cohibas und Laura Chavin, um zwei der besten Marken zu nennen. Hinter letzterer steckt sogar ein deutsches Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, sich von den hochgelobten kubanischen Zigarren abzusetzen. Dies gelingt durch viel Erfahrung bei der Auswahl der Tabake und deren Mischung bei Einlage, Umblatt und Deckblatt.

Vielschichtig und komplex, gemacht für Aficionados

Vielschichtig und komplex ist diese Premium Tabakware, gemacht für langjährige Zigarren-Kenner. Während man früher Stumpen für ein paar Pfennige rauchte, genießt man heute gerne mal eine Edel-Zigarre für mehr als zehn Euro. Der Zweck ist jedoch derselbe wie bei den Erfindern des Tabakrauchens geblieben: Bereits die Mayas assoziierten mit dem Tabakgenuss einen Rausch, mit dem sie mit ihren Göttern in Kontakt treten konnten. Damals waren es vor allem Priester, die ein Recht auf die ersten Formen der Zigarre hatten. Durch das Rauchen konnten sie ihre Macht bestätigen. Ein sagenhaftes Genussmittel also, das schon damals einigen wenigen Privilegierten vorenthalten war. Man war der Meinung, die Zigarre sei eine Erfindung der Götter. Heute, im Zeitalter des Internets, benötigt man selbstverständlich keinen Blitzeinschlag mehr, um sich die Tabakware anzuzünden. Ein prominentes Beispiel ist der deutsche Ex-Kanzler, Gerhard Schröder, ein eingefleischter „Aficionado", wie man Kenner seiner Zunft auch nennt. Der Politiker ließ sich gelegentlich sogar ganz persönliche „Schröder-Zigarren" anfertigen. Darauf stand sein Name und darunter „Hannover, Moskau", anstatt „Cohiba" und „Habana, Cuba". Eine weitere Geschichte des derzeit wohl bekanntesten deutschen Zigarrenrauchers ist bekannt: Gerhard Schröder wettete eine komplette Kiste Cohiba Lanceros auf den Börsengang der Deutschen Bahn – und verlor prompt die Wette. Seine geliebten Cohibas sind heute die berühmtesten Zigarren weltweit. Einst für Fidel Castro hergestellt und nur für Staatsgäste Kubas vorenthalten, eroberten sie schnell den Weltmarkt. Heute kostet eine Cohiba Espléndidos, das Flaggschiff der Marke knapp 30 Euro. Mit der Luxuslinie Cohiba Behike wurde die klassische Linie, zu der man die Espléndidos zählt, 2010 noch einmal getoppt. Wer sich das nicht leisten möchte, der kann weiterhin auf maschinengefertigte Tabakware zurückgreifen. Ab und zu soll es aber dennoch eine Premium Zigarre sein, denn auch hier kann der Gourmet aus weit über 100 Marken günstige und sehr gut gemachte Exemplare finden. Die Mayas rauchten bekanntlich auch noch keine Cohibas.

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Veröffentlicht von GOURMETmagazin

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Text: starkezigarren.de
Bilder: starkezigarren.de