Ein gesundes Heißgetränk mit natürlichen Inhaltsstoffen: In vielen Ländern ist Tee mehr, als mit siedendem Wasser aufgegossene Blätter oder Kräuter. Tee gehört vielerorts genauso zur Trink- und Esskultur wie Bier, Wein, Reisschnaps oder Raki. Während es die Türken und Marokkaner fruchtig und süß mögen, lieben Deutsche und Briten herben Tee. Asiaten kredenzen am liebsten die würzige Variante. Bei den Teespezialitäten aus aller Welt zeigen sich gewisse Unterschiede in Bezug auf Geschmack und Teezeremonie.

Deutschland: Herber Ostfriesentee
Auch wenn wir Deutschen für unsere Bierleidenschaft bekannt sind – in Ostfriesland hat der berühmte schwarze Tee eine viel größere Bedeutung. Die Ostfriesen sollen sogar so viel Tee trinken wie sonst niemand auf der Welt. Die Teetied (plattdeutsch für Teezeit) wird am liebsten am Nachmittag vollzogen. Aber auch morgens, vormittags und abends bringen ein paar Tassen Ostfriesentee die ersehnte Ablenkung vom Alltag. Wird der heiße Tee über die Kluntjes gegossen, knistert der süße Kandis leise. Ein kleines Sahnewölkchen rundet nicht nur den Geschmack ab, sondern macht die Teezeremonie – typischerweise mit geblümtem, sehr dünnem Porzellan – auch sehr ansehnlich.

Japan: Hochwertiger Matcha

Hochwertiger Matcha-Tee

Aus Japan stammen die berühmten Teezeremonien, bei denen die Geishas auf traditionelle Weise den Matcha-Tee zubereiten. Das grüne Pulver besteht nur aus den wertvollsten Teilen getrockneter Grünteeblätter und wird mithilfe eines Bambusbesens, dem Chasen, in Wasser schaumig aufgerührt. Bei buddhistischen Mönchen war der Matcha-Tee schon vor Hunderten Jahren wegen seiner leistungs- und konzentrationsfördernden Eigenschaften beim Meditieren beliebt. Heute ist der kräftig jadegrüne Tee auf der ganzen Welt wegen seines besonderen Geschmacks und der wohltuenden Wirkung begehrt. Die Japaner exportieren aber nur einen Bruchteil des wertvollen grünen Pulvers. Über einen Teeversand kann man auch hierzulande den grünen Matcha-Tee online kaufen. Im Onlineshop feelino.de gibt eine Auswahl der verschiedenen Sorten.

England: Tea-Time mit Earl Grey

Earl Grey - der Lieblingstee der engländer

In einem Tee-Shop in Großbritannien wird man am ehesten auf die Sorte Earl Grey stoßen. Die kräftige Schwarzteemischung wurde nach einem britischen Grafen benannt. In England hat die Tea-Time eine lange Tradition und war früher nur den Wohlhabenden vorbehalten. Der englische Fünf-Uhr-Tee ist weltweit wohl am besten bekannt. Dazu reichen sie Gebäck jeglicher Art, wie zum Beispiel Shortbread oder Scones. Morgens mögen die Briten ebenfalls einen Becher Tee. In Großbritannien wird der kräftige Schwarztee gern mit Milch verfeinert.

Türkei: Süßer Apfeltee

In der Türkei gern getrunken - süßer Apfeltee

Die Türkei ist bekannt für ihre süßen Speisen wie Baklava oder Halva. Deshalb süßen sie auch ihren Tee gern mit viel Zucker oder Honig und servieren ihn zu jeder Gelegenheit. Ob zur Begrüßung, vor oder nach den Mahlzeiten oder während eines Gesprächs: Die kleinen Teegläser mit dem Heißge-tränk sind ein Zeichen der türkischen Gastfreundschaft. Ihm wird ein hoher Vitamin-C-Gehalt nach-gesagt – stark gesüßt kann er jedoch nicht mehr wirklich als gesund bezeichnet werden. Wer den berühmten Apfeltee kaufen möchte, sollte eines beachten: Es handelt sich dabei um einen Instanttee aus grobkörnigem Teegranulat.

Marokko: Frischer Minztee
Die Marokkaner schwören auf ihren Minztee, der mit der frischen Minze Nana zubereitet wird. Zusammen mit grünem Tee und ganz viel Zucker entsteht daraus das Nationalgetränk der Marokkaner. Nicht nur weil die frische Minze einen bitteren Geschmack hat, süßen die Marokkaner ihren Tee: Zucker gilt dort auch als Statussymbol. Aus einer silbernen Kanne wird der Minztee dann aus großer Höhe in ein buntes Teeglas geschüttet. Der Tee wirkt erfrischend und stimulierend für Körper und Geist.

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