Ingwertee - zwingt die Erkältung zum RückzugIngwer ist sowohl ein Gewürz als auch eine Heilpflanze, die für verschiedene Zwecke eingesetzt wird. Der botanische Name des Ingwers lautet Zingiber officinale oder Zingiberis rhizoma. Es handelt sich um ein Gewächs der Ingwerfamilie und ihre Wurzel wird schon seit mehreren tausend Jahren in der Küche und Medizin verwendet.

Ingwer verleiht Speisen seine ungewöhnliche und dennoch unaufdringliche Schärfe sowie den charakteristischen Ingwergeschmack. Ingwer wird aber auch in Form von Ingwerwasser oder Ingwertee verwendet, vor allem wegen seiner positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. Ingwer wächst in tropischen und subtropischen Regionen. Es ist nicht bekannt, wo die ersten Ingwerpflanzen gewachsen sind. Sie stammen höchstwahrscheinlich aus Sri Lanka oder von den Inseln im Pazifik. Heute wird Ingwer in Indien, China, Japan, Vietnam, Sri Lanka, Indonesien, Australien sowie in Frankreich und Nigeria angebaut. Auch in Südamerika gibt es mittlerweile große Anbaugebiete. Erst seit etwa dem 9. Jahrhundert kennt man das Wort Ingwer auch im deutschen Sprachgebrauch. Zunächst war es eine wertvolle Heilpflanze und ein exotisches Gewürz, aber heute ist Ingwer in der europäischen Küche kein ungewöhnliches Gewürz mehr.

IngwerteeWirkungen von Ingwer und Ingwertee
Ingwer hat sehr positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Daher ist Ingwertee in vielen Situationen ein beliebtes Heilmittel. In der traditionellen chinesischen Medizin wird Ingwertee seit vielen Jahrhunderten eingesetzt und zwar gegen verschiedene Beschwerden. Beim Aufgießen von Ingwertee gibt es verschiedene Methoden, die jeweils eine Auswirkung auf das Ergebnis haben. Nur wer etwas Hintergrundwissen über die verschiedenen Substanzen im Ingwer hat, kann den Ingwertee so zubereiten, dass er die erwünschte Wirkung zeigt. Ingwer kann bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden. Wer unter Völlegefühl oder einer gestörten Verdauung leidet, kann dem mit einem Aufguss aus Ingwer entgegen wirken. Ingwer kann dabei wie ein Magenbitter die Verdauung fördern und erleichtern.

Inhaltsstoffe von Ingwer
Ingwer hat insgesamt mehr als 160 verschiedene Inhaltsstoffe, darunter sind Eisen, Kalium, Kalzium, zahlreiche Vitamine wie unter anderem auch Vitamin C und Vitamin B6, Phosphor, Natrium und mehrere ätherische Öle. In diesen Ölen ist Zingiberen und Zingiberol enthalten. Shoagol und Gingerol soren für die Schärfe. Gingerol ist ein ganz besonderes Heilmittel, das eine antikarzinogene Wirkung haben soll, also Krebszellen an der Ausbreitung hindert. Es wirkt entzündungshemmend und kann unerwünschte Reaktionen des Immunsystems unterdrücken.

Anwendungsgebiete von Ingwer
Ingwer ist ein bewährtes Mittel, um Übelkeit und Reisekrankheit vorzubeugen. Ingwer hilft auch bei bereits einsetzender Reisekrankheit oder Übelkeit, allerdings ist es in dem Fall schwierig, einen Tee aufzugießen, weshalb dann meist Ingwerkapseln statt eines Tees angewendet werden.
Ingwertee ist auch ein beliebtes Mittel, um eine Erkältung zu bekämpfen. Dazu gießt man den Ingwer am besten mit etwas Honig und Zitrone auf und trinkt das Gemisch solange es noch heiß ist. Ingwertee wärmt von innen. Er hemmt Entzündungen im Körper, liefert Vitamin C, stärkt das Immunsystem und hat eine ähnliche Wirkung wie Aspirin.

Diese Wirkung, die der von Acetylsalicylsäure ähnlich ist, kommt vom Gingerol, welches das Enzym Cyclooxygenase im Körper hemmt. Ingwer kann also auch Schmerzen lindern. Daher kann er eingesetzt werden bei Kopfschmerzen, bei Migräne oder bei Muskelschmerzen. Allgemein ist Ingwer sinnvoll bei grippalen Infekten und Erkältungen, weil dann meist Entzündungen und Schmerzen zusammen kommen und Ingwer seine Breitbandwirkung entfalten kann.

IngwerteeEine weitere Möglichkeit, von den heilenden Kräften des Ingwers zu profitieren, ist, dass Ingwer beim Abnehmen helfen kann. Er regt den Stoffwechsel im Körper an und sorgt damit dafür, dass Fett schneller abgebaut wird.
Viele dieser Effekte, die Ingwer hat, basieren auf den Stoffen, die den leicht scharfen Geschmack des Ingwers ausmachen. Ingwer enthält zudem zahlreiche Vitamine und Mineralien. Das Gingerol im Ingwer wird in der Behandlung von verschiedenen Krebsarten eingesetzt. In diesem Fall wird den Patienten kein Tee verabreicht, sondern das Gingerol in konzentrierterer Dosierung gegeben. Nachdem die chinesische Medizin Ingwer schon seit Jahrhunderten anwendet haben neuerdings auch moderne Studien viele positive Eigenschaften entdeckt und nach modernen Methoden bewiesen. So hemmt Gingerol zum Beispiel das Wachstum des Bakteriums Helicobacter pylori, welches auf der Magenschleimhaut vorkommt und oft Magenprobleme verursacht. Daher wird Ingwer eine Rolle in der Vorsorge vor Magenkrebs zugeschrieben. Generell soll Gingerol die Entstehung von Tumoren, nicht nur im Magen, verhindern oder verlangsamen können. Gingerol hat sehr positive Effekte bei Patienten gezeigt, die unter rheumatischer Arthritis leiden. Die Erklärung dafür liegt in der Hemmung der bereits erwähnten Cyclooxygenase-Enzymen, welche unter anderem auch bei Rheuma und Arthritis für die Entzündungen in den Gelenken verantwortlich sind.

Shoagole entstehen im Ingwer erst dann, wenn er getrocknet wird. Die Gingerole im frischen Ingwer verwandeln sich in Shoagole, welche eine andere Wirkung auf den Körper haben. Shoagole haben vor allem bei der Krebsvorsorge und bei der Krebsbekämpfung eine noch stärkere Wirkung als die Gingerole. Getrockneter Ingwer und damit auch ein Ingwertee, der aus getrocknetem Ingwer hergestellt wird, regt in noch stärkerem Maße die Magensäureproduktion an und hat damit eine verdauungsfördernde Wirkung. Dieselbe Wirkung haben Tees, die aus Ingwerpulver hergestellt werden. So auch beim hochqualitativen Ingwertee von tippy-T. Getrockneter Ingwer fördert die Durchblutung und beschleunigt den Stoffwechsel. Daher kann Ingwertee auch als unterstützendes Getränk bei einer Diät eingesetzt werden. Die durchblutungsfördernde Wirkung des Ingwers bewahrt vor Schlaganfällen und Thrombose.

Ingwertee hat eine antioxidative Wirkung. Er hilft dem Körper, sich von freien Radikalen zu befreien, ähnlich wie das grüner Tee tut. Damit spielt Ingwer auch im Prozess der Zellerneuerung eine Rolle. Ingwer ist also letzten Endes auch ein Anti-Aging Mittel, was ihn noch vielseitiger und interessanter macht.

Nebenwirkungen von Ingwer
Die Ingwerknolle hat kaum negative Nebenwirkungen. Nur wer schwanger ist, sollte mit Ingwer vorsichtig umgehen. Er kann gegen die bekannte Morgenübelkeit helfen, aber wenn er zu stark dosiert wird, kann er verfrühte Wehen auslösen. Er muss daher in Maßen genossen werden. Ingwer kann aufgrund seiner blutverdünnenden Wirkung zu einer Verstärkung der Menstruationsblutung führen. Wer dahingehend Beschwerden hat, sollte mit Ingwer sparsam umgehen. Vereinzelt kann Ingwer, vor allem, wenn er in großen Mengen genossen wird, Blähungen, Sodbrennen oder Durchfall verursachen. Dies ist vor allem auf die Scharfstoffe zurückzuführen, die nicht jeder gut verträgt.

Vorteile von Ingwertee
IngwerteeWenn Ingwer als Tee aufgegossen wird, entfaltet er seine Wirkung am besten, denn seine Inhaltsstoffe gehen schnell in das heiße Wasser über. Er lässt sich beliebig stark dosieren, entweder, um die Wirkung stärker oder schwächer zu machen oder auch um den Geschmack intensiver oder weniger intensiv zu haben. Am wirkungsvollsten ist ein Ingweraufguss, wenn man einfach frischen Ingwer nimmt, diesen schält und in kleine Stücke schneidet und ihn dann mit sprudelnd kochendem Wasser übergießt. Der Tee sollte einige Minuten ziehen, damit er seine Wirkungen entfalten kann. Er liefert dem Körper Energie, wirkt entzündungshemmend, wärmt und bekämpft Übelkeit. Durch das Trinken von heißem Tee gehen die Nährstoffe und Inhaltsstoffe aus der Ingwerwurzel direkt in den Körper über. Wenn kein frischer Ingwer zur Hand ist, dann ist getrockneter Ingwer eine gute Lösung. Er wirkt anders als frischer Ingwer, die oben beschrieben. Es gibt natürlich auch Ingwerpulver oder natürlich Teebeutel, aber die Wirkung ist bei frischem Ingwer einfach stärker und er ist gesünder.
Wer die Heilwirkungen von Ingwer mit anderen Heilkräutern oder Inhaltsstoffen kombinieren will, kann dies beliebig tun. Ingwer passt nicht nur hervorragend zu Honig und Zitrone, sondern lässt sich auch schmackhaft mit Zitronengras, Süßholz, Minze oder schwarzem oder auch grünem Tee mischen.

Bild: tippy-T