Rund 40 handverlesene Kräuter werden für den Ettaler Liqueur "Grün" benötigt. Die Herstellung basiert auf einer streng geheim gehaltenen Rezeptur, die jeweils nur zwei der Mönche kennen.Im bayerischen Kloster Ettal entstehen hochprozentige Köstlichkeiten. Mitten in den Ammergauer Alpen in Bayern liegt das gewaltige Kloster Ettal, in dem Benediktinermönche seit über 400 Jahren ihre Produkte brauen oder mischen. Zur Palette gehört zum einen das berühmte, süffige Klosterbier.

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Brauerei befindet sich aber auch eine Destillerie, in der nach alten und wohlgehüteten Rezepten Liqueure herstellt werden, die eine magische Wirkung auf Leib und Seele haben sollen.

40 handverlesene Kräuter und eine streng geheime Rezeptur

Der traditionelle Ettaler Kloster-Liquer Grün wird aus frischen Kräutern aus dem Ettaler Klostergarten gemischt.Rund 40 handverlesene Kräuter werden beispielsweise für den Ettaler Liqueur "Grün" benötigt. Die Herstellung basiert auf einer streng geheim gehaltenen Rezeptur, die jeweils nur zwei der Mönche kennen. Aber soviel darf Frater Vitalis Sittenauer OSB dann doch verraten: "Im Kern basiert die Komposition auf einer Vielzahl erlesener Kräuter und Gewürze höchster Qualität, von denen einige aus den Ammergauer Alpen stammen. Um ihre Wirkstoffe herauszulösen, legen wir die Kräutergewürzmischung in ein Gemisch aus kristallklarem Wasser und Alkohol ein." Anschließend, so Frater Vitalis, erfolge die Destillation, ehe die so entstandenen Liqueure in 5.000-Liter-Holzfässern zwischen den meterdicken Mauern des Liqueurkellers weiterreifen und ihrer Vollendung entgegengehen.

Der Ettaler Kloster-Liquer Gelb ist ein aromareicher Liqueur mit frischen Kräutern aus dem Ettaler Klostergarten, verfeinert mit Honig aus der klostereigenen Imkerei.Die Klosterliqueure sind reine Naturprodukte, gentechnikfrei und ohne künstliche Zusatz- oder Aromastoffe hergestellt. Zudem wird streng auf den Schutz der Umwelt und den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen geachtet. Die Produktpalette umfasst mehrere Spezialitäten, bekannt ist neben dem würzigen Ettaler Liqueur "Grün" vor allem auch der etwas süßere Ettaler Liqueur "Gelb". Er verdankt sein unverwechselbares Aussehen dem Zusatz von echtem, reinem Safran, die geschmackliche Abrundung erfolgt durch Zugabe von Berghonig aus der klostereigenen Imkerei.

Erlöse kommen der Klosterstiftung zugute

Beide Liqueure werden durch die Diversa Spezialitäten GmbH vertrieben. Das geschieht zum Selbstkostenpreis, denn die Erlöse fließen in die Förderstiftung Kloster Ettal. Sie unterstützt die Arbeit der Mönchsgemeinschaft, in deren Vordergrund Jugend- und Erziehungsarbeit, die eigene Klosterschule sowie Erhalt und Pflege der denkmalgeschützten, klösterlichen Kulturdenkmäler stehen.

Alle Informationen gibt es unter www.kloster-ettal.de


Der Legende nach wurde Kloster Ettal von Kaiser Ludwig IV. auf Weisung eines geheimnisvollen grauen Mönchs gegründet, der ihm in großer Bedrängnis erschien und Hilfe versprach. Im Gegenzug sollte Ludwig das Gelöbnis abgeben, ein Kloster zu erbauen.Der Legende nach wurde Kloster Ettal von Kaiser Ludwig IV. auf Weisung eines geheimnisvollen grauen Mönchs gegründet, der ihm in großer Bedrängnis erschien und Hilfe versprach. Im Gegenzug sollte Ludwig das Gelöbnis abgeben, ein Kloster zu erbauen. Anno 1330 gründete Ludwig das Benediktinerkloster Ettal, dessen Grundstein ein aus Pisa stammendes Marienbild ist. Eines der Standbeine des Klosters war seit je die Liqueurherstellung, die wesentlich zum Ruf des Klosters beitrug. So datiert der erste überlieferte Nachweis über den Betrieb eines Weinbrandkessels aus dem Jahre 1610.

Fotos: djd/www.kloster-ettal.de

(djd/pt).